Was KI Systeme können, und wen das ersetzt

Dass sich die Softwareentwicklung durch KI verändert, habe ich Anfang September schon beschrieben. Die Frage, die danach oft kommt, ist eine andere: Werden wir alle ersetzt?

Meine kurze Antwort: Das vermischt zwei Dinge. Die eine Achse ist Fähigkeit — wo ein System zuverlässig scheitert, und warum? Die andere ist Arbeit — was passiert mit Stellen und Rollen, wenn es innerhalb eines begrenzten Bereichs oft genug klappt? Ein unsicheres Assistenzsystem kann trotzdem Stunden ersetzen. Ein beeindruckender Demo-Agent kann trotzdem neue Aufgaben schaffen. Der IMF spricht von hoher Exposure — rund 40 Prozent der globalen Beschäftigung, rund 60 Prozent in fortgeschrittenen Volkswirtschaften — und betont zugleich: Exposure ist keine beobachtete Massenarbeitslosigkeit.

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Softwareentwicklung verändert sich – und damit auch diese Seiten

Die Softwareentwicklung hat sich in den letzten Monaten spürbar verändert. Nicht nur ein bisschen an der Oberfläche, sondern im Alltag: Was früher Nachschlagen, Boilerplate, erste Entwürfe und viel Tipparbeit war, übernehmen heute oft moderne Werkzeuge – vor allem Large Language Models und die Assistenten, die darauf aufbauen.

Damit verändert sich auch das Berufsbild. Wer Software baut, muss weiterhin verstehen, was entstehen soll, welche Architektur trägt und ob das Ergebnis stimmt. Aber immer mehr der konkreten Arbeit dazwischen wird direkt von Tools erledigt. Syntax, typische API-Aufrufe, Testskelette, Umformulieren, Erklären von fremdem Code: Das ist nicht mehr der Engpass, der es früher war.

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